Berlin, Berlin - wie, schon wieder?

Etappe 2: Auf dem Mittellandkanal MLK bis Hohenwarthe

Viele sind heute mit dem Fahrrad unterwegs, und obwohl es gerade erst neun Uhr ist, stehen schon viele winkende Radler auf den Brücken oder fahren parallel am Kanal entlang.

Wir sind da - wie ein mittelalterliches Bollwerk liegt die Schachtschleuse im Kanal. 1928 in Betrieb genommen, ein Dinosaurier. Was sind die Probleme mit dieser Schleuse für Sportboote? Die alte Hindenburg-Schleuse ist eine Schleppzugschleuse und daher 225 Meter lang, 14,7 m geht´s in die Höhe und die Kammer ist 12,5m breit. Daher muss da eine Menge Wasser rein. Daraus resultiert eine starke Strömung, denn bei dieser Höhe kann das Wasser natürlich nicht über das Obertor in die Kammer kommen, es muss von unten zugeführt werden. Da die Mittelhaltung des MLK keinen natürlichen Zufluss hat, muss man Wasser sparen. Daher liegen links und rechts der Schleusenkammer die großen Sparbecken, aus denen (kurze Wege) das Wasser mit Wucht in die Kammer drückt. Die Umflutkanäle sind so groß, da kannst Du mit einem Smart durchfahren. Also Naturgewalt pur. Leider sind die Nischenpoller in einem sehr großen Astand übereinander angeordnet. Wenn Du die Leine vom unteren lösen musst, kommst Du so gerade an den oberen dran, der Winkel ist daher sehr ungünstig und das Boot wird von der Wand weggedrückt. Du ziehst also wie ein Ochse an der Leine, damit das Boot wieder an die Mauer kommt, denn das Wasser steigt so schnell, dass Du schon wieder umlegen musst. Kommt halt alles zusammen. Frachtschiffen macht das nicht viel aus, die kriegen den Druck von beiden Seiten. Aber für kleine Boote ist das schon ein Abenteuer.

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