Berlin, Berlin - wie, schon wieder?

Etappe 2: Auf dem Mittellandkanal MLK bis Hohenwarthe

Kaum ist ein Kleinkind an Bord, hat der Skipper jegliche Richtlinienkompetenz verloren. Sie beschränkt sich fürderhin einzig darauf, die zum Erreichen der sinnvollen Liegestellen nötigen Vorkehrungen zu treffen und an den Liegestellen die allfälligen Versorgungsmaßnahmen vorzubereiten und zu realisieren wie etwa Wasser in ausreichender Menge im Tank zu haben und durch meterlange Kabelverbindungen für Strom und Komfort zu sorgen. Dabei wird zu allem Überfluss auch noch das dafür dringend benötigte Büro - ohnehin auf einem Boot ein viel zu kleines Areal - okupiert.

Aber das Problem an Bord ist ja wirklich - wo gibt es genügend ungefährliche Möglichkeiten, auch unterwegs zu spielen? Ohne sich dauernd den Kopf zu stoßen, ohne die Gefahr, irgendwo herunter zu fallen. Und trotzdem möglichst alles zu sehen, in engem Kontakt mit dem Skipper zu stehen um dann und wann den Wunsch nach Betätigung irgendwelcher Schalter und Knöpfe realisieren zu können.

Und an Bord der Tremonia ist der wohl ursprünglich für ein Fernsehgerät vorgesehene Platz* über der Unterflurkajüte (die Antennensteckdose ist längst einer weiteren 220V-Steckdose gewichen) ein idealer großer Spieltisch mitten im Geschehen. Freie Sicht zu allen Seiten und viel Platz für Lego und Co. Selbst mit einem Ball kann man hier "über Bande spielen". Das Jammern des Skippers geht da im Beifall der Rest-Crew unter.
*In der Originalversion steht dieser Schrank an der Tür zur Plicht. Wir wollten da aber den freien Blick nach draußen behalten und haben ihn daher nach vorn versetzen lassen. Gleichzeitig gibt es so mehr Platz in der Unterflurkajüte. Manchmal haben eben auch Laien gute Ideen und können selbst erprobte Grundrisse verbessern.

Sogar blinde Passagiere kann man aus dieser Position beobachten - hier wieder einmal eine Bachstelze, die ja gerne mitfahren, sich keck auf die Reling schwingen und gar kein Problem damit haben, hier dann und wann auch ihre Notdurft zu verrichten. Manchmal treten sie sogar mit ihrer ganzen Familie an, sitzen brav Seit´ an Seit´ auf dem Edelstahl und wenn der Platz nicht reicht, ist der Unterzug immer noch gut für eine weitere Reihe.

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