Berlin, Berlin - wie, schon wieder?

Etappe 3: Elbe-Havel-Kanal und Untere-Havel-Wasserstraße

Ketzin - wir sind mal wieder in der Ketziner Havel gelandet - ehrlich, ich finde, sie übertreiben es hier mittlerweile. 18 Euro ohne Strom, Wasser natürlich extra - das finde ich etwas überzogen. Dafür haben wir aber auch den besten Platz im Hafen, ganz am Ende - nur ein Nachbar. Ich hatte gerade bezahlt und Strom gelegt, als der leere Platz neben uns von einem zehn Meter langen und vier Meter breiten Blockhaus belegt wurde, sechs junge Männer an Bord, jede Menge Bier und viele Lautsprecher. Ich habe die gleich gefragt: Bleibt ihr über Nacht? Das wurde mit einem Lachen verneint, DAS würden wir euch nicht antunt, denn natürlich hatte Jeppe sie mit seinem lauten "Allooo" begrüßt und heftig gewunken. Nach zwei Stunden legten sie dann auch ab. Ich hätte mich sonst an eine andere Stelle gelegt, mit Kleinkind ist man auf Ruhe am Abend angewiesen und man möchte andererseits natürlich auch anderen ihren Spaß lassen. Später wurde es dann ein Blockhaus mit mehreren Rauchern, zum Glück bei günstiger Windrichtung. Ist auch blöd, wenn dir morgens um 0630 die Rauchschwaden vom Nachbarboot durch das offene Luk ins Boot ziehen. Ich glaube, ich bin durch das viele Ankern verdorben für das Liegen an Fingerstegen. Draußen auf dem See kann der Nachbar in 500 Meter Entfernung schnarchen wie er will - hier liegt er zwei Meter neben dir.

Ketzin - da gab´s direkt am Hafen eine Pizzeria - Geschichte! Nun ist da dort an der Karl-Liebknecht-Straße das Wellenstein - Café, Wein, Speisen. Etwas teurer als der Pizzabäcker, sehr kleine Karte und Tagesgerichte, aber SEHR lecker! Mein Zanderfilet mit herrlich frischem Salat und Reis - klasse. Wäre der Teller vorgewärmt gewesen, würde es 10 von 10 Punkten geben, so gibt´s nur neun. Ich liebe Restaurants mit überschaubarer Karte, wenn die Gerichte dann auch wirklich frisch und schön angerichtet auf den Teller kommen. Hier stimmte (fast) alles.

Auch das ist schön hier. Versteckt hinter den Hecken am Ufer viele Spielgeräte, Wackelteller oder ein altes "DDR-Telefon", das Jeppe noch Tage später beschäftigte: Ein unterirdisch verlegtes Rohr verbindet zwei kleine Holzsäulen mit kombiniertem Lautsprecher/Mikofon, sprich: Öffnung mit Gitter. DAS fand er spannend, dass da plötzlich Opas Stimme aus der Öffnung kam. Das werde ich bei uns zuhause im Garten nachbauen, tolle Idee.

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