Berlin, Berlin - wie, schon wieder?

Etappe 9: Die lange lange Fahrt zurück

Am Abend kommt noch ein Boot - die Poseidon aus Barßel, ein Hafenfest-Flüchtling? Auf jeden Fall merkt man gleich, dass es ein Boot aus den alten Bundesländern ist. Genau wie ich sucht der Skipper sich einen Raum zum Ankern und wirft das Eisen ab. Die ostdeutschen Boote, die hier liegen, sind allesamt ans Ufer gefahren und haben dort eine Leine um einen der Bäume geschlungen. Typische Unterschiede, überall zu beobachten. Da ist noch nicht zusammengewachsen, was sich in seinen Spezialitäten vielleicht wirklich besser nicht angleichen sollte. Je mehr Boote ostdeutsch anlegen, desto mehr Platz ist fürs westdeutsche Ankern! Und noch eine andere Eigenheit der Skipper aus den neuen Bundesländern werde ich auf keinen Fall annehmen: Nacktankern ist nicht mein Ding! In der Nähe von drehenden Maschinen und Geräten haben ungeschütze Körperteile nix zu suchen.

Zur Nacht sind denn auch nur zwei Ankerlaternen in Betrieb. Und es wird schön dunkel, der Mond ist ja noch nicht wieder am Nachthimmel, er ist kurz nach der Sonne untergegangen. Dafür ist Mars da, der rote Planet, hell und deutlich zu sehen. Alles, was am Sommerhimmel Rang und Namen hat, gibt sich die Ehre - einfach toll. Und später dann ein schöner Blick auf die Milchstraße, schon lange nicht mehr so klar und deutlich gesehen.

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