Yachthäfen und Wasserwege im Revier

Rhein-Herne-Kanal RHK

1914 nach 8jähriger Bauzeit eröffnet sollte der RHK den Netzschluss zum Rhein schaffen. Das Revier wurde so vollends unabhängig von Ruhr und Lippe, die bisher die einzigen Verbindungen zum Rhein darstellten. Außerdem wurde so das Stromsystem des Rheins mit seinem riesigen Einzugsbereich an den Norden Deutschlands mit den Seehäfen angeschlossen. Damals war auch bereits der Mittellandkanal im Bau, der später sogar die Verbindung bis zu Weser, Elbe und Oder herstellte. Beginnend in Duisburg bei Rheinkilometer 780 ist die Schleuse Meiderich die erste von fünf Schleusenstufen. Hier gibt es nur eine Schleusenkammer, da die Ruhrschleuse (quasi nebenan) bei Störungen und als Entlastung zur Verfügung steht. Der RHK hat eine Länge von exakt 45,6 km und überwindet einen Höhenunterschied von ca. 36 Metern, abhängig vom Wasserstand des Rheins.


Vom Rhein kommend die erste: Schleuse Meiderich

Und Herne-Ost ist die letzte bei Kilometer 37 - danach geht es schleusenfrei weiter bis nach Henrichenburg, wo der RHK nach gut 45 Kilometern praktisch übergangslos in den DEK einmündet. Beim Bau ist man damals dem Tal der Emscher gefolgt. Beim Schleusen zu Berg in der Schleuse Wanne-Eickel bitte aufpassen: Das Wasser wird von unten in die Kammer eingelassen und gerade in dieser Schleuse drückt es das Boot mit ziemlicher Kraft von der Schleusenwand ab. Daher unbedingt ganz hinten liegen bleiben, einfahrend sind die ersten beiden Poller günstig.

Der Hub der Schleusen variiert zwischen 5 und 12 Meter - für Sportboote stehen im hinteren Teil der Kammern Nischenpoller zur Verfügung. Die meisten Schleusenwände sind zudem glatt, es gibt nur einzelne Spundwand-Kammern bei den durchweg als Doppelschleusen betriebenen Abstiegsbauwerken. .

Und viele der Kammern haben Schwimmpoller, da macht das Schleusen so richtig Spaß. Dazu kommt, dass es mittlerweile überall Wartestege für Sportboote gibt.

Ein Wahrzeichen des RHK ist sicher diese auffallende Brückenkonstruktion im Nordsternpark - da der Kanal mitten durch das Ballungsgebiet führt, die die Zahl der Brücken enorm. Am Nordsternpark findet sich auch eine sehenswerte Graffiti-Wand direkt am Wasser. Hinschauen nicht vergessen!!!

Trotzdem findet man auch landschaftlich schöne Strecken, denn selbst im Kernland des Ruhrgebietes gibt es viel Grün und Ruhe.

Ein vielbeachtetes Highlight an der Strecke ist sicher auch der Gasometer in Oberhausen, einzigartiger Ausstellungsraum - schon als solcher ein Erlebnis - oftmals mit spektakulären Ausstellungen ein attraktives Ziel. Das CentrO nebenan erfüllt fast jeden Wunsch, entsprechende Deckung auf dem Konto vorausgesetzt - Shopping bis der Arzt kommt. Und das allerbeste: Es gibt einen Yachthafen gleich am Gasometer, an dem sich zu allem Überfluss auch noch Seaworld und die Modellbahnwelt angesiedelt hat - das Umfeld bietet mehr als man in einer Woche ansehen kann, mehr Infos auf der Oberhausen-Seite (s.u.). Wenn das kein Grund für einen Törn ist....

Ich habe den Rhein-Herne-Kanal mehrfach befahren, die Reiseberichte finden sich hier nach Wasserstraßen aufgelistet!

Hier kann man festmachen:

Die gute Nachricht vorweg: Es gibt am RHK einige wenige geschützte Liegestellen, die eine ruhige Nacht versprechen, immerhin! Hier findet sich nur eine Auflistung, weitere Informationen auf den jeweiligen Hafen-Seiten, einfach klicken!

Vor der Einfahrt in den RHK bietet sich stromauf bei Rhein-Kilometer 775 die Marina Duisburg mit Komplettauststattung in sehenswerter Lage an, Hafeneinfahrt Außenhafen benutzen. Stromab bei Rheinkilometer 781 liegt der Ruhrprter Yachtclub R.Y.C. Infos zu Duisburg auf der Extra-Seite: Duisburg

km 9,2: Liegestelle Oberhausen Neue Mitte direkt am Gasometer. Wer länger liegen will, fährt besser in die Marina Oberhausen!
km 10,7: Marina Oberhausen
km 34,8: Wasserwanderrastplatz Stadthafen Recklinghausen: Direkt am Lemon-Beach-Club, 2008 in Betrieb gegangen.
km 37,7: AMC Castrop-Rauxel mit 20-Tonnen-Kran und Tankstelle!
km 45: Henrichenburg mit mehreren Häfen

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